Wie sieht so ein Hundetraining in der Praxis aus?


Status erfassen:

Damit ein Hund Veränderungen (vor allem nachhaltige!) in seinem Leben zulässt, gilt es zunächst die Bedürfnisse, seinen Status innerhalb seines sozialen Umfeldes, seine Beobachtungsgabe und sein Lernverhalten zu erfassen. Die Art der Vorgehensweise unterscheidet sich aber immer jeweils von Hund zu Hund. Egal welche Rasse, Größe oder Herkunft. Es gibt keine Methode die alles abdeckt. Sie ist abhängig vom Erfahrungsschatz, den Privilegien und sonstigem Umgang des Hundes!

Ziele festlegen:

Wenn die Ziele festgelegt sind, kann in einzelnen Schritten das Training mit dem Hund beginnen. Je nach Talent (Hund, sowie Halter!) sollte möglichst in kleinen, hundegerechten Schritten, die Korrektur des unerwünschten Verhaltens erfolgen. Dabei wichtig zu beachten:

Ohne das Tier...

- aktiv zu unterwerfen!
- ihm absichtlich Schmerz zuzufügen!
- durch Strafe/Unterdrückung physisch oder psychisch zu misshandeln!
- mit verwirrenden Kommandos zu zu texten!

Mit Übungen, wie dem Trainieren der richtigen Körpersprache und zeitnahem Handeln auf das was der Hund macht, lernt das Tier nun vielmehr den Menschen überhaupt erstmal in sein Aufmerksamkeitssprektrum einzubeziehen und zunehmend als wichtigen Bezugspunkt seiner Interessen zu betrachten!

Die Erfahrungen aus der täglichen Praxis zeigen nämlich, dass unerwünschtes Verhalten des Hundes und die damit einhergehenden Probleme zu 90% auf missverstandene Kommunikation und/oder Rangordnungsfragen (z.B. mangels Training) zwischen Hund und Halter zurückzuführen sind.

Die Folge:

Es führt über kurz oder lang meist zu einem Hund der
-überfordert,
-frustriert,
-oder verunsichert ist!

Und im schlimmsten Fall führt es zu Aggression aus einem der genannten Punkte. Ein Hund der gelernt hat, dass er in Situationen schnell überfordert ist, weil er vom Mensch keine Unterstützung zu erwarten hat, der kann auch die Flucht nach vorne antreten. Meist dann, wenn er keine Möglichkeit zum Rückzug sieht. Das endet dann entweder in einer Beisserei, einer Verletzung von Unbeteiligten, oder einer chaotischen Situation, von der keiner vorhersagen kann wie sie endet…

Aber wen wundert's? Der Hund kann ja nicht sagen was ihn bedrückt und erst recht nicht seine Situation von alleine ändern! Für das Tier ist es am Ende purer Stress! Und wenn Sie mal selbst so zurückdenken... wann haben Sie das letzte Mal unter akutem Stress gute Ergebnisse abgeliefert?

Was kann man also tun?

Abhilfe schafft nur das Einführen einer klaren Struktur im Alltag des Hundes! Die Natur macht es vor. In jedem Verband mehrerer Tiere, gibt es klare Strukturen, an denen sich die Individuen orientieren können.
Fragen Sie sich doch einfach mal selbst: sind sie vollkommen klar und leicht verständlich für ihren Hund, oder glauben Sie das nur?

Eines steht fest: In einer Partnerschaft Mensch/Hund gibt nur eine glaubwürdige Führung des Menschen dem Hund soziale Sicherheit in allen Lebenssituationen! Denn hat er erst einmal gelernt dem Führungsanspruch des Menschen zu vertrauen, besteht auch kein Anlass mehr für ihn selbst irgendwie tätig zu werden. Er kann sich also erstmals zurücknehmen. Solange sie Ihren Job in seinen Augen richtig machen!

Dieses Verhalten ist jedem Hund angeboren! Basierend auf dem Prinzip nur so überleben zu können, sich fortzupflanzen und damit die Art zu erhalten! Wenn sie diese Prinzipien erfassen und bereit sind ihre Aufgabe als "Leitmensch" mit der notwendigen Souveränität und Glaubhaftigkeit umzusetzen, werden Sie einen tollen Partner an Ihrer Seite bekommen.